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21.7.2017

60 Jahre Neutronen aus Garching

ausstellung ausstellung Dieses Foto mit dem Blick in die Experimentierhalle des FRM II ist ebenfalls in der Ausstellung enthalten. © Bernhard Ludewig
Dieses Foto mit dem Blick in die Experimentierhalle des FRM II ist ebenfalls in der Ausstellung enthalten. © Bernhard Ludewig

Am 27. Juli um 19 Uhr wird Prof. Winfried Petry, der Wissenschaftliche Direktor des FRM II, einen einstündigen Vortrag im Gymnasium Garching halten. Darin geht es um einen kleinen historischen Rückblick, vor allem aber werden die Zuhörer aktuelle Informationen zu dem erfahren, was an der Forschungs-Neutronenquelle in Garching an aktueller Forschung gerade abläuft und wie sich der FRM II in der internationalen Forschungslandschaft positioniert. Der Eintritt ist frei und alle interessierten Garchinger sind dazu herzlich eingeladen. Es wird im Anschluss daran auch die Möglichkeit geben, eigene Fragen zu stellen und kompetente Antworten aus berufenem Munde zu erhalten.

Als 1957 die Forschung am ersten deutschen Reaktor in Garching begann, gab es kaum Menschen, die ahnen konnten, was daraus eines Tages entstehen würde: Ein Forschungszentrum mit Möglichkeiten, die weltweit ihresgleichen sucht. Das sagen zumindest die 1000 jährlichen Nutzer, die am Nachfolger des legendären „Atom-Ei“, dem FRM II, heute ihre Experimente machen. Ist das auch den Garchingern so ganz klar, welchen Klang dieser Ort heute in der Wissenschaft hat?

Diese Faszination der Forschung mit Neutronen kann man in einer Fotoausstellung anlässlich des 60jährigen Jubiläums nachempfinden. Sie wird von Anfang August bis voraussichtlich Ende September im U-Bahnhof der Stadt Garching zu sehen sein. Den Besuchern ist ein letzter unverbauter Blick auf das legendäre Atom-Ei gegönnt, denn momentan ist es umstellt von Kränen und zukünftig verdecken es dann die dringend benötigte Neue Mitte (Galileo) und neue Werkstatt- und Laborgebäude auf dem Gelände des FRM II. Aus Inneren des Atom-Ei sind die wissenschaftlichen Geräte weitest gehend ausgeräumt, deshalb bekommen die Garchinger stattdessen auf einem Bildschirm in der Ausstellung historische Fotos und Pläne aus dem Archiv und dem Fundus des Architekturmuseums der Technischen Universität München zu sehen.

Der Hauptteil der insgesamt zehn Fotos zeigt Instrumente und Detailansichten aus dem FRM II, die dem Grafiker und Fotografen Bernhard Ludewig ins Auge – beziehungsweise in diesem Fall – vor die Linse gefallen sind. Bei zwei Besuchen hat der Fotograf in seiner speziellen Technik und Bildsprache versucht, seiner eigenen Begeisterung über die Forschung mit Neutronen Ausdruck zu verleihen. Entstanden sind dabei auch viele Fotos, die er in einer Dokumentation zur Großforschung in Deutschland einsetzen will. Einige dieser Fotos sind bereits auf der Webseite von Bernhard Ludewig zu sehen und ein besonderer Augenschmaus.
Es wird auch eine kleine Broschüre mit Erläuterungen zu den Instrumenten und Projekten, die auf den Fotos der Ausstellung zu sehen sind, zur Verfügung stehen.

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