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28.04.2011

FRM II und TUM weisen Vorwürfe der „Grünen“ entschieden zurück

Reaktorbecken Reaktorbecken Das Wasser im Reaktorbecken wird kontinuierlich gereinigt. Gelöste Bestandteile werden von Filteranlagen aufgenommen.
Das Wasser im Reaktorbecken wird kontinuierlich gereinigt. Gelöste Bestandteile werden von Filteranlagen aufgenommen.

In einer Pressemitteilung forderte die Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen gestern Aufklärung über ein angeblich geheimes Gutachten der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung aus dem Jahr 2006. Damals waren rötliche Verfärbungen an der Beckenwand der Forschungs-Neutronenquelle aufgetreten. Mehrere unabhängige Untersuchungen zeigten jedoch übereinstimmend, dass diese Beläge als sicherheitstechnisch unbedeutend einzustufen sind. Die Gutachten und ihre Ergebnisse wurden allen dafür zuständigen Stellen bekannt gegeben.

Als kurz nach Betriebsbeginn im oberen Bereich des Reaktorbeckens an der Forschungs-Neutronenquelle FRM II rötlichen Verfärbungen auftraten, vermutete die Technische Universität München (TUM) zunächst Gewährleistungsmängel und gab daher bei der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung eine Untersuchung in Auftrag. Diese stellte fest, dass es sich bei den wenige Millionstel Millimeter dünnen, eisenhaltigen Belägen um Ablagerungen handelt, wie sie zum Beispiel auch in Reinstwasser-Systemen der pharmazeutischen Industrie immer wieder auftreten.

Die Aufsichtsbehörde des FRM II sowie deren Sachverständige waren zu jeder Zeit über den jeweiligen Sachstand informiert. Fünf weitere unabhängige Fachgutachten und eine Bewertung dieser Gutachten durch den TÜV Süd im Jahr 2008 bestätigten, dass die Verfärbungen sicherheitstechnisch unbedenklich sind. Sie beeinträchtigen weder die Dichtheit noch die Integrität oder Standsicherheit des Beckens oder der Einbauten. Ein Gewährleistungsanspruch ergab sich daraus ebenfalls nicht, sodass der Vorgang im Jahr 2008 abgeschlossen wurde.

Der Vorwurf des Umweltinstitut München e.V., dass beim Bau minderwertiges Material verwendet worden sei, ist damit entkräftet. Auch die vom Umweltinstitut in der Süddeutschen Zeitung geäußerten Bedenken, mikroskopisch kleine Rostpartikel könnten wie Schmirgel wirken, halten einer genaueren Prüfung nicht stand. Da das Beckenwasser ständig umgewälzt undgefiltert wird, würden Rostpartikel binnen kürzester Zeit entfernt. Im Wasser treten die Eisenverbindungen jedoch nur in gelöster Form auf.

Ein Zusammenhang der Verfärbungen im Reaktorbecken mit der Anfang Februar 2011 festgestellten Korrosion an Wellenbuchsen zweier Armaturen des Schwerwassersystems besteht nicht. Dieses System hat keinerlei Verbindung zum Reaktorbecken. Die betroffenen Wellenbuchsen sind zudem aus einem anderen Werkstoff gefertigt, die Armaturengehäuse selbst waren befundfrei.

Berichterstattung:

Bayerischer Rundfunk online

BR Abendschau

Süddeutsche online

Münchner Merkur online

Nürnberger Zeitung online”:http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nz-regionews/wie-kommt-der-rost-in-den-reaktor-1.1190820

M 94.5

Welt online

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