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05.09.2016

„Mädchen machen Technik“: Physik & Technik – leicht gemacht

Mädchen machen Technik Mädchen machen Technik Die Mädchen bestimmen mit dem Handspektroskop das Farbspektrum verschiedener Lichtquellen. © FRM II / TUM
Die Mädchen bestimmen mit dem Handspektroskop das Farbspektrum verschiedener Lichtquellen. © FRM II / TUM

In der Kombination „Physik & Technik“ haben die Projektpartner Physik-Department der TUM, Gerda-Stetter-Stiftung und die Forschungs-Neutronenquelle das Programm vom 30. August bis 1. September 2016 erstmals angeboten. Zwölf Mädchen im Alter von zehn bis zwölf Jahren sind dem Ruf gefolgt und hatten drei Tage lang viel Spaß und eine Menge neuer Erkenntnisse – Mensaessen in den Mittagspausen inklusive.

Am ersten Vormittag erfuhren die Mädchen Einiges über Licht und die Ähnlichkeit mit Neutronen, sie bestimmten den Weg eines Lichtstrahls durch eine Linse und seine Gesetzmäßigkeiten. Sie polierten ein Prisma und begeisterten sich über die Farben bei der Brechung mit dem eigenen Prisma. Am Nachmittag bauten die Mädchen nach Anleitung auf Laptops, die die Stiftung mitgebracht hatte, einen fahrbaren Lego-Roboter zusammen und machten die ersten Fahrversuche mit Hilfe eines Programms, das sie dafür selbst mit Softwarebausteinen zusammengestellt hatten. Auch wenn im ersten Schritt nicht alle Roboter taten, was sie sollten, tüftelten die Mädchen akribisch so lange, bis dieser Schritt erfolgreich war.

Der zweite Tag begann mit ein paar durchaus spektakulären Versuchen zur Beugung, diesmal mit Laserlicht. So bestimmten die Mädchen die Dicke ihrer Haare und bauten dann selbst ein kleines Handspektroskop. Das machte allen großen Spaß, aber die ersten fragten bereits, was man damit anfangen könnte. Diese Frage wurde noch vor dem Mittagessen in der Mensa beantwortet, indem sie das Farbspektrum verschiedener Lichtquellen bestimmten. Am Nachmittag bekam der bereits funktionstüchtige Roboter noch Sensoren, die rot, grün, gelb und blau unterscheiden konnten. Die sollten die Mädchen einsetzen um den Roboter so zu programmieren, dass er selbständig einen Parcours abfahren kann. In Vorbereitung zum dritten Tag konnten die Teilnehmerinnen dann noch sehen, wie diese Sensoren auch dafür eingesetzt werden können, um farbige Kugeln zu sortieren – das Gleiche, was ein Monochromator mit Licht oder eben Neutronen macht.

Tag drei brachte zunächst Grundlegendes zum Aufbau von Atomen aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Das nutzen die Mädchen, um aus Lebkuchen und verschiedenen Zuckerperlen ihr eigenes Element darzustellen. Natürlich suchten sie gezielt nach den schweren Elementen, um möglichst viele Smarties und Zuckerperlen auf dem Lebkuchen unterzubringen. Aus den optischen Versuchen der ersten beiden Tage hatten die Mädchen ja bereits das Prinzip der Brechung und Beugung verstanden, so dass sie das schnell auch auf das physikalische Verhalten von Neutronen übertragen konnten. Am Nachmittag brachen dann alle Mädchen – recht aufgeregt durch die vorgeschriebenen Überprüfungen – zu einem Besuch des Reaktors auf. Obwohl die Kinder aufgrund ihres Alters im Gegensatz zu Erwachsenen nur zwei Stationen aufsuchen durften, dauerte der Rundgang fast genauso lang, denn die Mädchen hatten unendlich viele Fragen, die alle ausführlich beantwortet wurden. So blieb am Ende gerade genügend Zeit, um die essbaren Atommodelle noch einzupacken. Eines der Mädchen möchte demnächst mit den neu erworbenen Kenntnissen eine „Radiumtorte“ backen und viele verabschiedeten sich mit den Worten „Nächstes Jahr komme ich noch mal“.

Bildergalerie vom Workshop

Über das Programm “Mädchen machen Technik”

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