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Dinoeier, zerbrochene Taschentücher und Stickstoffeis

Mein Tag in der Neutronenquelle

Keti-Danai

Keti-Danai Mantzaridou war begeistert von der Kinderführung. © MLZ/TUM

„Hast du Lust an einer Führung in der Neutronenquelle teilzunehmen?“, fragte mich mein Bruder an einem Abend Anfang Oktober. Es musste irgendwas Cooles sein, denn er schien ganz aufgeregt darüber zu sein. Gut, dass ich auf ihn gehört habe, denn die Führung war wirklich cool- und das nicht nur, weil es Stickstoff Eis gab. Am besten ist es aber, wenn ich von ganz vorne anfange.

Wer bin ich überhaupt? Mein Name ist Keti-Danai und ich bin 11 Jahre alt. Mein Bruder studiert Physik in Garching und er wollte mich unbedingt einmal dorthin mitnehmen und mir alles zeigen. Da hat sich der Tag der Offenen Tür der Technischen Universität München natürlich gut angeboten. Besonders schön an diesem Tag war, dass wir Kinder zum ersten Mal an einer Führung in der Neutronenquelle in Garching teilnehmen durften. Diese Chance durfte ich mir nicht entgehen lassen und so stand ich am 13. Oktober um 11:30 Uhr vor dem Eingang mit zwei Dutzend anderen Kindern. Zusammen warteten wir darauf, abgeholt zu werden. Durch eine Sicherheitstür sind wir auf das Gelände gekommen. Ich muss zugeben, es war ein aufregendes Gefühl auf der anderen Seite des Stacheldrahtzauns zu stehen.

Wir sind in einen Raum gegangen, in dem wir alles Mögliche über Atome und Neutronen gelernt haben. Wir konnten uns selbst welche aus Magneten zusammenbauen und unsere Lieblingsatome aussuchen. Meins ist natürlich Helium, weil man damit Luftballons schweben lassen und die Stimme sehr hoch klingen lassen kann. In einem kleinen Film haben wir gesehen, wie man mit Neutronen das Innere von Dinosauriereiern untersuchen kann, ohne sie aufzumachen. Es wäre schon toll, wenn ich das zuhause mit den Sachen meines Bruders auch so machen könnte.

Wir sind weitergegangen und jeder hat einen Kittel bekommen. Fast wie richtige Wissenschaftler haben wir uns an das Besucherfenster gestellt und konnten in die große Neutronenleiterhalle hineinschauen. Das sah alles ziemlich aufwendig und kompliziert aus. Genauso wie die Kommandozentrale des Reaktors, die wir danach besucht haben und von der aus der Reaktor gesteuert wird. Bei so einem großen Aufwand überlege ich es mir lieber nochmal, die Sachen meines Bruders mit Neutronen zu untersuchen.

Für uns ging es dann weiter in eine andere große Halle, in der uns zwei Studenten einige Experimente vorgeführt haben. Es ging hauptsächlich um flüssigen Stickstoff. Mit unseren eigenen Schutzbrillen, die wir auch behalten durften, haben wir zugesehen, wie ein Apfel an einem Nagel zersprungen ist, nachdem er in flüssigen Stickstoff gehalten wurde. Das gleiche ist mit einem feuchten Taschentuch passiert. Dem trockenen Taschentuch ist dieses Schicksal erspart geblieben. Wisst ihr auch warum das so ist? Es liegt am Wasser, das vom Taschentuch eingesaugt wird und dann zu Eis erstarrt. Bei einem Trockenen gibt es ja kein Wasser und da kann auch nichts erstarren. Wir konnten das und alle anderen Fragen in einer kurzen Fragerunde besprechen.

Dann kam ein kleines Highlight: Einer der beiden Studenten hat alle Zutaten für ein Waldfruchteis zusammengemischt und dann flüssigen Stickstoff darüber gegossen. So schnell war das Eis fertig und gut hat es auch geschmeckt.

Dann war die Führung leider schon vorbei. Wir haben das Gelände verlassen und sind mit Stickstoff Eis im Bauch weiter zum Tag der offenen Tür gegangen. Was ist nun mit Dir? Hast Du, lieber Leser, Lust nächstes Jahr an der Kinderführung teilzunehmen? Und keine Sorge, falls du kein Kind mehr sein solltest. Die Erwachsenenführung ist auch sehr cool, hat mein Bruder ganz aufgeregt erzählt.

Kinderführung_Basteln

Bild links: Auf den Weg zum Reaktorgebäude waren wir ganz schön gespannt auf das, was uns erwartet. © MLZ / TUM Bild rechts: Atome aus Magneten zu bauen ist gar nicht so einfach. Aber einfacher, als sie mit Neutronen zu treffen auf jeden Fall. © MLZ / TUM

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Georgios Mantzaridis

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